Die Mobility Genossenschaft will Berührungsängste gegenüber Elektromobilität abbauen und lanciert dazu neue Trainingsangebote in mehreren Schweizer Städten. Im Zentrum steht ein Community-Ansatz: Erfahrene Nutzerinnen und Nutzer begleiten Einsteiger bei ersten Fahrten mit Elektroautos.
Die Schulungen finden zunächst in den acht grössten Städten statt und sollen schrittweise ausgeweitet werden. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von Elektrofahrzeugen im Angebot des Carsharing-Anbieters. Mittlerweile stehen den rund 300’000 Kundinnen und Kunden mehr als 700 E-Autos zur Verfügung.
Das Konzept setzt auf kurze, praxisnahe Einheiten. In etwa 30-minütigen Einzeltrainings vermitteln freiwillige Coaches grundlegende Kenntnisse – etwa zum Umgang mit dem Ladekabel, zum Startvorgang oder zu den fahrtypischen Eigenschaften von Elektroautos. Ziel ist es, die Einstiegshürden möglichst niedrig zu halten.
Zum Einsatz kommen dabei Fahrzeuge aus der bestehenden Flotte, darunter Modelle wie der Volkswagen ID.3, der Renault Zoe oder der Skoda Enyaq. Die Trainings finden an Standorten mit entsprechender Fahrzeugverfügbarkeit statt.
Langfristig sollen die Veranstaltungen weitgehend selbstorganisiert funktionieren. Mobility stellt Infrastruktur und Informationsmaterial bereit, während die Durchführung zunehmend von der Community übernommen wird. Erste Rückmeldungen deuten laut Unternehmen darauf hin, dass die Bereitschaft zur Mitwirkung innerhalb der Genossenschaft hoch ist.
Mit dem Projekt testet Mobility zugleich neue Formen der Einbindung seiner Nutzerbasis. Neben den Trainings sind weitere Initiativen geplant, bei denen Mitglieder aktiv zur Weiterentwicklung des Angebots beitragen können.