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03.02.2026

Schweizer Automarkt: Schlechter Start ins neue Jahr

Im Januar 2026 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gerade einmal etwas mehr als 14'000 neue Personenwagen zugelassen. Das Auto-Jahr beginnt somit mit einem Fehlstart und das Marktniveau des Vorjahres, das bereits niedrig war, wurde noch weiter unterschritten.

Schweizer Automarkt: Schlechter Start ins neue Jahr

Der Schweizer Markt hat zu Beginn des Jahres 2026 eine schwache Phase erlebt, insbesondere im Bereich der Neuzulassungen von Autos. Mit einer Gesamtzahl von 14'027 neuen Fahrzeugen, was einem Rückgang von 5,1 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres entspricht, wurde der schlechteste Monat des Jahrhunderts in Bezug auf Zulassungen verzeichnet. 

 

Auffällig ist die bedeutende Abnahme der Neuzulassungen im Januar 2026 im Vergleich zum vorherigen Monat Dezember 2025, die um 47,6 Prozent oder fast um die Hälfte sanken. Der typische Rückgang der Neuzulassungen im Januar nach einem starken Jahresende wurde durch übermässige CO2-Regulierungen erheblich verschärft. Dies wird besonders bei den Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) deutlich, die im Januar 2026 mit nur 2913 Fahrzeugen um zwei Drittel oder 66 Prozent niedriger waren als im Dezember 2025, als 8584 Fahrzeuge registriert wurden.

 

Die Schweizer Autoimportwirtschaft hat gemeinsam mit Händlern und Garagisten im Dezember alles unternommen, um CO2-Strafen zu vermeiden oder zu minimieren, was zu unnatürlichen Effekten im Markt führte. 

 

Die Januarzahlen sind daher nur bedingt aussagekräftig für die Vorhersage der Marktentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres. Der Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahr zeigt jedoch klar, dass eine dringende Überarbeitung der CO2-Vorschriften erforderlich ist. 

 

Peter Grünenfelder, Präsident von Auto-Schweiz, äußert sich wie folgt: «In Anbetracht dieser Zahlen sind der Bundesrat und das Parlament mehr denn je gefordert, die Rahmenbedingungen für CO2 schnellstens zu überarbeiten und die Klima- und Verkehrspolitik an die realen Marktbedingungen anzupassen, um weiteren Schaden für die Autowirtschaft, KMU und private Haushalte abzuwenden. Sollte dies nicht geschehen, wird die Überalterung des Fahrzeugbestands in der Schweiz weiter zunehmen und die Erreichung der klimapolitischen Ziele wird zu einer unerschwinglichen und wirtschaftlich sehr nachteiligen Utopie.»

 

www.auto.swiss

 

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